ProAsyl/Flüchtlingsrat Essen vertritt den Standpunkt, dass die Unterbringung im isoliert gelegenen Overhammshof menschenunwürdig und sozial nicht vertretbar ist. Das Containerlager Overhammshof wurde zu Beginn der 90er Jahre gegen den Protest von ProAsyl/Flüchtlingsrat Essen und vieler Anderer als geschlossenes, stacheldrahtbewertes Lager mit Videoüberwachung und Flutlichtanlagen errichtet. Die damalige Begründung für die überwachte Einrichtung lautete, die dort untergebrachten Flüchtlinge müssten vor fremdenfeindlichen Gewaltanschlägen geschützt werden. Das Gebäude befindet sich weit ab von Wohnsiedlungen, Einkaufsmöglichkeiten, Schulen und Kindergärten; die Anbindung an den ÖPNV ist notdürftig. In neuerlichen Auseinandersetzungen um eine mögliche Wiederbelegung des Gebäudes wurde überlegt, die Überwachungsanlagen abzubauen, um den kritisierten Lagercharakter zu entschärfen. Zurzeit ist das Heim unbewohnt, wird jedoch renoviert, um in Zukunft wieder als Unterbringung für Flüchtlinge eröffnet zu werden. ProAsyl/Flüchtlingsrat Essen fordert die endgültige Schließung des Flüchtlingslagers und sammelt bis zum 1. Juni 2004 möglichst viele Unterschriften, um der Forderung Nachdruck zu verleihen.
Die Unterschriftenlisten können im Folgenden heruntergeladen werden. |