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Stellungnahmen zur Öffentlichen Anhörung von Sachverständigen im Innenausschuss des Deutschen Bundestages zu den Anträgen der Grünen und der Linken und Reisebericht in den Kosovo vom Diakonischen Werk
Stellungnahmen zu den Anträgen und Reisebericht des IM Niedersachsen
Erneut Rückführungen von Roma aus NRW in eine ungewisse Zukunft ins Kosovo?
Anträge der Linken und der Grünen zum Kosovo
Kosovo: Geplante Zwangsabschiebungen sind Rückfall in die schlimmste Zeit der „Zigeuner“verfolgung!
Antrag der Grünen: Keine Zwangsrückführungen von Minderheitenangehörigen in das Kosovo
Bischöfe warnen vor frühzeitiger Abschiebung von Roma und anderen Minderheiten in den Kosovo
Resolution gegen die Abschiebung von ROMA
Erklärung des 1. Roma-Treffens 2010
Appell an die Innenministerkonferenz in Bremen: Mitgliederversammlung des Flüchtlingsrates Schleswig-Holstein fordert Bleiberecht für Roma-Flüchtlinge aus dem Kosovo
Lebensbedingungen der abgeschobenen Roma im Kosovo
Petition Amnesty International
Abschiebungen in das Kosovo aussetzen - Roma dürfen nicht in eine unzumutbare Situation abgeschoben werden!
Kalter Friede im Kosovo
Rückkehr von Angehörigen der Roma in den Kosovo
Der Menschenrechtskommissar des Europarats, Hammarberg, fordert europäische Regierungen auf, noch keine Minderheiten in die Republik Kosovo abzuschieben
Rückübernahmeabkommen mit Kosovo – auch Roma und Serben sollen abgeschoben werden
Neue Erkenntnisse zur psychiatrischen Versorgung im Kosovo – Dr. Gierlichs in der ZAR
Kosovo nach der Unabhängigkeitserklärung - Reisebericht von Winfried Nachtwei
Neuer Bericht von Human Rights Watch
amnesty international legt neuen Bericht vor
ai fordert sofortigen Abschiebestopp für ethnische Minderheiten - erneuter Ausbruch der Gewalt nicht ausgeschlossen
Pro Asyl besuchte Rückkehrer
OSZE stellt geringe Rückkehr in den Kosovo fest – Rechte der Rückkehrer konnten nicht adäquat geschützt werden
Amnesty International „extrem besorgt“ über Abschiebungen nach Kosovo
Amnesty International Report 2007: Minderheiten im Kosovo werden diskriminiert
Vermeintliche Unterstützung oft nicht vorhanden
Weiterhin erhebliche Defizite im Gesundheitssystem
Psychische Erkrankungen weiter ein Problem im Kosovo
Psychische Langzeitfolgen des Kosovo-Krieges
„Folgen einer Abschiebung – Abgeschobene jugendliche Minderheitenangehörige aus Deutschland im Kosovo“
Gierlichs, Dr. Hans Wolfgang: "Zur psychiatrischen Versorgung im Kosovo"
PTBS im Kosovo nicht ausreichend behandelbar - Abschiebehindernis nach § 60 Abs. 7 AufenthG liegt vor
Reisebericht von Rüdiger Midasch: Hohe Spannung und radikale Forderungen nach Unabhängigkeit
Bericht an den UN-Sicherheitsrat: Vor allem Justizsystem unzureichend – Statusverhandlungen sollen dennoch beginnen
Gesundheitsministerium im Kosovo: Gesundheitssystem für psychische Krankheiten unzulänglich
Behandelbarkeit von posttraumatischen Belastungsstörungen (PTBS) im Kosovo
Neues Positionspapier von UNHCR zu Kosovo: Ashkali, Ägypter, Bosniaken und Gorani werden besser toleriert
Kosovo ein Jahr nach den März-Unruhen: viel Stagnation und wichtige Fortschritte
UNMIK: Personen mit PTBS sollten weiterhin nicht in den Kosovo abgeschoben werden
Multiethnisches Zusammenleben im Kosovo? - Die Kunst in einer unnormalen Situation normal zu leben
Der Umgang mit PTBS erkrankten Kosovoalbanern im europäischen Kontext
UNHCR fordert Schutz für alle Minderheiten in den Asylländern
Gutachten zur psychiatrischen Versorgungssituation im Kosovo
Bericht über die Vertreibung der Ashkali aus Vucitrn am 18. März 2004
Schreiben des UNHCR zur psychiatrischen Behandlung im Kosovo
Gutachten zur psychiatrischen Versorgungssituation im Kosovo
Gutachten zur flüchtlingsrechtlichen Situation von Roma und Aschkali in der Schweiz
Schreiben an Bürgermeister
Schreiben an Ausländerbeirat zum Umgang mit Minderheiten aus Kosovo (als Musterbrief zu verwenden)
UNHCR-Hintergrundinformation
Kosovo-Albaner in Asylländern: UNHCR-Empfehlungen betreffend die Rückkehr
Zum Schutz von Deserteuren und Kriegsdienstverweigerern
Positionspapier des UNHCR vom 30.04.2000 zur Rückführung von Kosovo-Albanern
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UNHCR zur Situation im Kosovo (Schreiben)
Situation der muslimischen Slawen im Kosovo (UNHCR-Stellungnahme)
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Vermeintliche Unterstützung oft nicht vorhanden

In einem aktuellen Papier beschreibt Karsten Lüthke die „Perspektiven bei einer Rückkehr in das Kosovo, insbesondere für Angehörige ethnischer Minderheiten“. Lüthke war bis vor einigen Monaten als Repatriation Adviser für UNMIK im Kosovo tätig. In dem 12-seitigen Papier kommt Lüthke zu folgenden Ergebnissen:

  • Unterstützungsstrukturen für Rückkehrer sind kaum vorhanden. Viele berichten, dass sie von deutschen Ausländerbehörden unter Hinweis auf vermeintliche Unterstützung vor Ort zur Rückkehr „überredet“ worden seien. Tatsächlich sind sie weitgehend auf sich selbst gestellt oder auf Unterstützung durch den Familienverband angewiesen. Hilfsprogramme von NGOs für Rückkehrer sind inzwischen stark reduziert worden. Abgeschobene aus westeuropäischen Staaten können mit keinerlei Hilfe von nicht-staatlichen Organisationen rechnen. UNMIK verfügt über keine eigenen Mittel zur Unterstützung von Rückkehrern. Für den Zugang zu sozialen Leistungen gibt es hohe Hürden. Obwohl Sozialhilfeleistungen 30% des Gesamtsbudgets des Kosovo ausmachen, leben 37% der Bevölkerung unterhalb der Armutsgrenze.


  • Die Sicherheitslage wird insbesondere von den Minderheitenangehörigen noch als bedrohlich empfunden, was zu einem objektiven Mangel an Bewegungsfreiheit führt. Dass es nach März 2004 zu keinen großflächigen organisierten Übergriffen gegen Minderheiten mehr gekommen ist, führt allein nicht zu einem Gefühl dauerhafter Sicherheit. Zur Sicherheitsproblematik trägt auch bei, dass es Polizei und Justiz an Professionalität und Effektivität weiterhin mangelt.


  • Die Arbeitslosigkeit liegt bei ca. 50%, bei Jugendlichen bei ca. 70%. Angehörige der Roma, Ashkali usw. sind vom regulären Arbeitsmarkt faktisch weitgehend ausgeschlossen. Eine Studie zur Situation abgeschobener Ashkali belegte, dass trotz vorliegender Qualifikation nur eine von vierzehn Personen auf dem Arbeitsmarkt in Kosovo integriert war.


  • Ausreichende Wohnmöglichkeiten gibt es häufig nicht. Insbesondere für Roma- und Ashkaligemeinden gilt: Viele Häuser sind zerstört, Eigentumsverhältnisse an Grund und Boden sind vielfach ungeklärt - dies erschwert die Rückkehr. Andere Unterkunftsmöglichkeiten sind nicht vorhanden. Wo eine Rückkehr an den früheren Wohnort nicht möglich ist, bleibt nur die oft unrealistische Alternative, anderswo privat im Familienkreis Unterschlupf zu suchen.


  • Menschen mit Gesundheitsproblemen tragen zusätzliche Rückkehrrisiken. Trotz immenser Investitionen bewegt sich die medizinische Versorgung im Kosovo auf niedrigem Niveau (hohe Mütter- und Kindersterblichkeit). Posttraumatische Belastungsstörungen, unter denen Kriegs- und Gewaltopfer häufig leiden, können im Kosovo zurzeit noch nicht angemessen behandelt werden.


  • Zu den Rückkehrern mit besonderen Problemen gehören schulpflichtige Kinder. Nach langem Aufenthalt in europäischen Aufnahmestaaten fehlen ihnen albanische Sprachkenntnisse. Integrations-/Sprachkurse für Schüler gibt es nicht. Mangels Krankenversicherung oder sonstiger Unterstützung haben behinderte Kinder im Kosovo bislang keine Chance. Kinder der Roma- und Ashkaliminderheit sehen sich zusätzlich Diskriminierungen ausgesetzt.


  • Alleinstehende und insbesondere allein erziehende Frauen haben im Kosovo keine ausreichende Lebensgrundlage außerhalb der Familie.


Download:


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Stellungnahmen zur Öffentlichen Anhörung von Sachverständigen im Innenausschuss des Deutschen Bundestages zu den Anträgen der Grünen und der Linken und Reisebericht in den Kosovo vom Diakonischen Werk
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