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E-Mailinfo [at] frnrw.de



Gefördert von
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dem Bundesministerium für Arbeit und Soziales
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SCHNELLINFO 11/2008, 17. Dezember 2008, Teil 3

NEUE MATERIALIEN


Deutsches Institut für Menschenrechte bietet Recherche-Tool zum Thema Illegalität in Deutschland

Deutsches Institut für Menschenrechte veröffentlicht Ende Oktober 2008 ein Neues Online-Dossier für Journalisten zum Thema „Menschen ohne Papiere in Deutschland: Ihr Recht auf Gesundheit“.

Das Recherche-Tool bietet einen schnellen Überblick zum Thema, Hintergrunddokumente und ausgewählte Links sowie Hinweise auf Ansprechpersonen oder Interviewpartner in staatlichen, nichtstaatlichen und zwischenstaatlichen Organisationen. Zusätzlich ermöglichen eingebundene Suchmaschinen eine gezielte Recherche in Menschenrechts-Websites und Datenbanken.

Zum Recherche-Tool: www.institut-fuer-menschenrechte.de/sl.php?id=328

 

Übersetzungshilfen

Auf den Internetseiten des INFONET vom Flüchtlingsrat Schleswig-Holstein e.V. finden sich Übersetzungen wichtiger Begriffe rund um Lernen, Arbeiten und auch Ausländerrecht in den Sprachen, albanisch, arabisch, dari, englisch, farsi, französisch, kurdisch, russisch und türkisch

Link: http://infonet-frsh.de/vokabular/

Weitere Links zum Thema Dolmetschen/Übersetzen finden Sie auf unserer Homepage unter Flüchtlingspolitik > Beratungspraxis > Sprach- und Kulturmittler/Dolmetscher

 

Niels Seibert: Vergessene Proteste. Internationalismus und Antirassismus 1964-1983. Unrast, Münster 2008

Niels Seibert stellt Proteste aus der Bundesrepublik Deutschland in der Zeit von Mitte der 1960er bis Mitte der 1980er Jahre vor. Schwerpunkt ist die Zeit des Anwachsens sowie der Fraktionierung der 68er-Studentenbewegung, in der neue Gruppen und Bewegungen entstanden, die an den Internationalismus der Studentenbewegung anknüpften. Diese Zeit, Ende der 1960er bis Anfang der 1970er, war von einer weltweiten Aufbruchstimmung geprägt. Auf allen Kontinenten revoltierten Menschen auf den Straßen, in Betrieben und an den Universitäten gegen die herrschenden Verhältnisse. Die politischen Aktivitäten, zu denen Niels Seibert recherchierte, sind vielfach in Vergessenheit geraten. Ausgewählt wurden Proteste der Studenten- und Internationalismusbewegung, die sich innerhalb der Themenbereiche Kolonialismus und Neokolonialismus, internationale Solidarität, bundesdeutsche Ausländerpolitik sowie Flucht und Asyl bewegen. Die politischen Aktionen und Kampagnen waren einerseits eine praktische Kritik an staatlicher Politik und hatten andererseits Einfluss auf politische Entscheidungen. In diesem Wechselverhältnis vermitteln sie sowohl etwas über die politischen Verhältnisse als auch über die Bewegungen dieser Zeit.

 

Gerda Heck: Illegale Einwanderung. Eine umkämpfte Konstruktion in Deutschland und den USA. Unrast, Münster 2008

Der Anstieg von nichtdokumentierter Migration ist sowohl in Deutschland als auch in den USA ein viel und kontrovers diskutiertes Thema. Von staatlicher Seite wird versucht, die klandestine Einwanderung mittels Kontrolle und Abschottung zu unterbinden. Doch Migrationskontrolle produziert genau das, was sie eigentlich verhindern soll: den „illegalen Einwanderer“. Im Mittelpunkt dieses Buches stehen die verschiedenen Akteure, die in das Migrationsgeschehen und die Debatte eingreifen. Dies sind zum einen Politik und staatliche Kontrollinstanzen, zum anderen die MigrantInnen selbst, die sehr flexibel auf die Änderungen der Migrationspolitik, auf Kontrolle und Grenzen reagieren und wegen der Abschottungsversuche immer neue Wege und Strategien zur Verwirklichung ihres „Migrationsprojekts“ suchen und finden. Auch zivilgesellschaftliche Bewegungen intervenieren in den Diskurs. Wie sie agieren und welchen Einfluss sie auf Debatten und Migrationspolitik haben, wird exemplarisch an der von dem bundesweiten Netzwerk „kein mensch ist illegal“ lancierten Kampagne „deportation.class – gegen das Geschäft mit der Abschiebung“ und an dem US-amerikanischen Netzwerk „National Coalition for Amnesty and Dignity“ (NCAD) untersucht.

 

Serhat Karakayali: Gespenster der Migration. Zur Genealogie illegaler Einwanderung in der Bundesrepublik Deutschland. Transcript, Bielefeld 2008

Illegale Migranten sind zur Chiffre von Migration überhaupt geworden. Dabei sind sie kein neues Phänomen: Noch vor den ersten Abkommen zur Gastarbeiterrekrutierung sind Migrantinnen und Migranten in Deutschland ohne Papiere eingereist - mit bedeutsamen Folgen für das bundesdeutsche Migrationsregime, das mit Legalisierungen, Gesetzesverschärfungen oder Anwerbeabkommen reagierte.

Mittels staats- und diskurstheoretischer Argumente zeigt dieser Band, wie aus den Konflikten um illegale Migration soziale und politische Kompromisse und damit neue Formen der Regierung von Migration entstehen. Die Konflikte - etwa um die Kosten von Arbeitskraft oder die Grenzen der Staatsbürgerschaft - verändern auch die Migrationsbewegung selbst, die immer neue Formen der klandestinen Migration herausbildet. Die Studie behandelt zudem Probleme der Subjektivierung, etwa die Frage, weshalb die Handlungsmacht der Migranten innerhalb des bestehenden Migrationsregimes zugunsten einer Repräsentation als »Opfer« ausgeblendet wird.

 

Manuela Bojadzijev: Die windige Internationale. Rassismus und Kämpfe der Migration. Westfälisches Dampfboot, Münster 2008

Haben sich Migrantinnen und Migranten in Deutschland überhaupt gegen Rassismus zur Wehr gesetzt? Und welchen Nutzen für eine kritische Gesellschaftstheorie ziehen wir, wenn wir den Spuren des migrantischen Widerstands nachgehen? Unter Rückgriff auf eine historische Analyse der Auseinandersetzungen von Migrantinnen und Migranten in der Bundesrepublik entwickelt Manuela Bojadzijev eine relationale Theorie des Rassismus, die in der Lage ist, seine historischen und aktuellen Konjunkturen zu bestimmen. Eine solche Theorie nimmt die Auseinandersetzungen gegen Rassismus zu ihrer Grundlage und nicht die Subjekte, die der Rassismus erst produziert. Die Autorin untersucht die Geschichte migrantischer sozialer Kämpfe in der Bundesrepublik in drei Aspekten: Einwanderungspraktiken als soziale Bewegung, Arbeitskämpfe sowie Auseinandersetzungen in den Bereichen der Reproduktion. Die Betonung auf die sozialen Auseinandersetzungen im Kontext der Migration reichert eine aktuelle kritische Gesellschaftstheorie des Rassismus noch mit Überlegungen zu einer Geschichtsschreibung "mit offenem Ende" und einer Diskussion nach den Grenzen des Politischen an.

 

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TERMINE

(Weitere Termine auf unserer Homepage www.frnrw.de)


 

Donnerstag, 15. 01. 2009, 19:00 Uhr: Diskussionsveranstaltung "Flucht, Asyl und Migration - zum Teil hausgemacht?". Ort: Schwanenwall 34, 44135 Dortmund, Reinoldinium, Kleiner Saal.

Es diskutieren Dr. Frithjof Schmidt (MdEP, B 90/Die Grünen, Düsseldorf) und Dietrich Eckeberg (Diakonisches Werk RWL). Info und Anmeldung: Telefon 02304/755324, Telefax 02304/755249, E-mail g.huckenbeck@kircheundgesellschaft.de.

 

Donnerstag, 22. 01. 2009, 14:15 Uhr bis Samstag, 24. 01. 2009, 17:15 Uhr: Tagung "Flüchtlinge und Spätaussiedler". Ort. Evangelische Akademie Bad Boll, Akademieweg 11, 73087 Bad Boll.

Info und Anmeldung: Dr. Manfred Budzinski, Sekretariat: Reinhard Becker, Telefon 07164/79-217, Telefax 07164/79-5217, E-mail: reinhard.becker@ev-akademie-boll.de. Kosten: 60€, zuzüglich Unterkunft und Verpflegung.

 

Freitag, 23. 01. 2009, 18:00 Uhr bis Sonntag, 25. 01.2009, 1230 Uhr: Tagung: Islam und Türkei. Neubestimmung des Verhältnisses von Religion, Nation und Demokratie. Ort: Evangelische Akademie Hofgeismar.

Leitung: Studienleiter Dr. Horst Meier, Evangelische Akademie Hofgeismar, Konrad Hahn, Islambeauftragter der Evangelischen Kirche von Kurhessen-Waldeck, Kassel.

Anmeldung bis zum 16.01.2009: ev.akademie.hofgeismar@ekkw.de. Telefon für inhaltliche Fragen: 05671/881-118, Telefon für Unterkunft und Verpflegung: 05671/881-0. Kosten: DZ: €115,00 (EZ: €127,00) einschließlich Tagungsbeitrag €45,00 (Ermäßigung 50%)

 

Samstag, 28. 02. 2009, 11:00 Uhr bis 17:00 Uhr: Jahresversammlung des Flüchtlingsrates NRW e.V.; Ort: Asienhaus, Bullmannaue 11, 45327 Essen; Schwerpunktthema: wird noch festgelegt; außerdem Vorstandswahlen

 

 

Impressum:

Herausgeber: Flüchtlingsrat NRW e. V. Bullmannaue 11 D-45327 Essen Tel.: 0201/899 08-0; Fax: 0201/899 08-15

Email: info@frnrw.de Homepage: www.frnrw.de

Bankverbindung: Bank für Sozialwirtschaft, Köln, BLZ 370 205 00, Konto Nr. 8 05 41 00



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Artikel aus dem Ärzteblatt (Heft 49/2009, Seite A2463 ff.)
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Pressemitteilung zu einem Urteil des VG Frankfurt/Oder vom Jesuiten-Flüchtlingsdienst
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Für mehr Menschlichkeit und Demokratie - Erklärung des 1. Roma-Treffens 2010, Hannover, 31.01.2010
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